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7. Juli 2010

146 Lannesdorfer Wehr verbaut 8000 Sandsäcke

Die Feuerwehr unserer Wache hatte vergangenen Samstag, nach dem Unwetter, in Mehlem alle Hände voll zu tun.
Gegen 14:30 Uhr wurden die Wehrleute wegen dem starken Unwetter alarmiert.
Der Lannesdorfer Löschzug wurde am Mehlemer Rheinufer an einer der gefährdetsten Stellen eingesetzt.






(Zitat EXPRESS)"Zwei Häuser in der Rüdigerstraße werden vom Bach unterspült, drohen einzustürzen. Die Bewohner werden evakuiert.
Mehr als 18 Stunden lang arbeiten bis zu 200 Einsatzkräfte daran, die abgerutschte Uferböschung zu stabilisieren. „8000 Sandsäcke haben wir in dem 30 mal 50 Meter großen und sieben Meter tiefen Loch verbaut. Jetzt ist die Lage stabil“, erklärt der Vize-Feuerwehr-Chef Carsten Schneider am Folgetag."

Mehlem und Niederbachem hatte es besonders schwer getroffen und es wird noch geraume Zeit dauern bis alle Schäden, die das Unwetter anrichtete behoben sein werden.

Es scheint, als ob Lannesdorf - obwohl quasi nebenan - noch mal davongekommen ist. jedenfalls haben wir im Dorf noch nichts anderes gehört.

Aber schon für das nächste Wochenende, mit tropischen Temperaturen nahe 40 Grad, sind für den Westen Deutschlands - also auch für unsere Region - wieder Starkgewitter angesagt.
(Bilder Feuerwehr Bonn und GA)




5. Juli 2010

143 Die Hand Gottes schlug zurück

Als gute rheinisch katholische Lannesdorfer, fällt es uns natürlich leichter an so etwas - wie göttliche Fügung zu glauben....

Am Samstagnachmittag wurde die argentinisch menschlich gewordene "Hand Gottes", der im Oktober 50 Jahre altwerdende Diego Armando Maradona, ob seiner blasphemischen Anmaßung, gehörig abgestraft.
Der Heilsbringer Argentiniens, der seine Selecion zum WM Titel bringen sollte, versank im Laufe des Spiels Deutschland Argentinien (3.-, 67.-, 74.- und 88. Minute) zusehend im Rasen des Cape Town Stadium - was bei seiner Körpergrösse ziemlich schnell - ging.
So stand es denn am Ende 4 : 0 für Deutschland.

Und gleichzeitig weinte der Himmel...
Nicht über Buenos Aires - nein - Niederbachem und Mehlem mussten daran glauben. Ob es denn hier zu viele Argentinien Fans gab?



Jedenfalls meldete Mehlem Samstag Nachtittags "Mainzer Straße und Land unter".
Ein Wolkenbruch apokalytischen Ausmaßes, der über dem "Bachemer Loch" niederging, verwandelte die Hauptstrasse Mehlems in einen Nebenfluss des Rheins.



2. Juli 2010

141 Lannesdorf war eine der Letzten.....

Die beiden letzten Steinchen, die der Bürgermeisterei Godesberg fehlten, um sich fortan Stadt nennen zu dürfen, stellten sich bis 1934 quer.

Fast 20 Jahre länger brauchten die beiden Gemeinden Mehlem und Lannesdorf, nachdem 1914 Muffendorf als vorläufig letzte Ortschaft der Bürgermeisterei eingemeindet wurde, bis diese letzte Hürde genommen wurde.

Ende 1914 plante man in Mehlem noch eine eigene Bürgermeisterei Mehlem/Lannesdorf. Man vertagte das Projekt dann aber auf das Ende des ersten Weltkriegs.

Wie gesagt - eine eigene Bürgermeisterei gab es dann doch nicht und schlussendlich trat man gemeinsam (Mehlem und Lannesdorf) 1934 der Gemeinde Godesberg bei.
Als man im Gemeinderathaus von Bad Godesberg (Bad - durfte sich die Gemeinde erst nach 1926 nennen) alle Schäflein zusammen hatte, stand 1935 der Erhebung zur Stadt Bad Godesberg, nach nunmehr 75 Jahren, nichts mehr im Weg.




30. März 2010

106 "... nächster Halt - Bonn Mehlem"

Zuerst mal:
"Tach zusammen..."

der Lannesdorfer Blog geht nach der Winterpause wieder "auf Sendung" und startet im April wieder das Vollprogramm !


Einen interessanten Bericht über den Botschafterzug, der - viele von Euch erinnern sich vielleicht - bis nach der Wiedervereinigung 1990 auf dem Nebengleis für die amerikanische Botschaft abrufbereit stand.

Diesen Bericht über die Geschichte dieses Zuges fanden wir in der neuesten Ausgabe der "Godesberger Heimatblätter" Band 47. Der Verfasser: Volkhard Stern.
Gleich zum Anfang seines Berichts - und das ist eigentlich der Grund dieses Blog-Beitrag - schreibt V. Stern -ich zitiere:
"Eigentlich hat Mehlem nie eine Bahnstation besessen, denn es war immer Lannesdorfer Grund und Boden, auf dem seit 1856 Züge hielten..."


Der "Botschafts-Zug"

Weiter unten schreibt er:
"Nur 500 Meter vom Schienenstrang entfernt lag in der Deichmanns Aue, ebenfalls auf dem Gebiet der Gemarkung Lannesdorf, aber immer wieder "Mehlemer Aue" genannt, die amerikanische Botschaft für die Bundesrepublik Deutschland..."

Amerikanische Botschaft in der "Deichmanns Aue"
In der Zeit als in Bonn deutsche Geschichte gemacht wurde und Amerika maßgeblich - von Lannesdorfer Grund und Boden, die Geschicke Westdeutschlands lenkte, taucht also immer nur der Name Mehlem auf.
V. Stern vermutet in den "Godesberger Heimatblätter", dass es nahe gelegen hätte, den Bahnhof (Zitat) "nach dem reichen Mehlem zu benennen, das bäuerliche Lannesdorf war wohl zu unbedeutend".
Mit zahlreichen Eingaben hatte sich in den 40/50iger Jahren der damalige Rektor und Hauptlehrer an der Lannesdorfer Volksschule Josef Auen gegen diese Ungerechtigkeit und Verleugnung geographischer Tatsachen gewehrt. Wie wir wissen...... ohne Erfolg.
Er soll sogar das Kind beim Namen genannt haben:"Die domme Lannesdorfer hann sich von denne Mehlemer besoffe maache losse un sich der Bahnhoff awschwaade losse...."
Auen drückte sich gerne und drastisch in breitestem Dialekt aus.
Wenn es heute noch solche "Patrioten" geben würde, könnte es vielleicht irgendwann heissen:
"Nächster Halt - Bonn Lannesdorf"
- hätte doch was für sich.