Der Kirchberg. Auf dem Weg von der Schule nach Hause, kam man hier an der Bäckerei Merzbach - das ist das Haus auf der rechten Seite, das mit der Treppe - vorbei.

Hier gab es, bevor man in der Eisdiele vom Dreesens Jüpp was Süsses bekam, schon die Sahnehörnchen für einen Groschen.
Später baute der Merzbachs Jean ein Cafe links neben dem Bäckerladen an. In seiner Aufmachung war es schon für die damalige Zeit sehr modern. Vielleicht hat man gerade desshalb selten jemand bei Schwarzwälder Kirsch oder Sahnetorte dort sitzen sehen...
Auf der anderen Strassenseite, die Metzgerei vom "Walbröls Bärthel" - der mit der "Speck-Schwaat" polierten Glatze....
Fast in der Mitte der Strasse das sogenannte "Anna-Kreuz".Es wurde an Stelle der 1880 abgerissenen Anna-Kapelle errichtet. 5 Jahre später wurde die Pfarrkirche eingeweiht (Geschichte und Geschichten aus 1100 Jahren Lannesdorf).
Oben an der Kirche geht es dann rechts ab nach "Jinne".
Jinne nannten die alten Lannesdorfer die Gegend rund um das Pümpchen - unterhalb des Lyngsbergs.
Ich vermute mal, der Name Jinne leitet sich von Genie ab und hat einen Bezug zur Genienau in Mehlem.
Hier wurde das Material was am Lyngsberg gebrochen wurde, auf Rheinkähne verladen.
Werner Henk schickte uns ein Bild welches einen Blick auf das Jinne der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts freigibt.
Sehr schön kann man im Hintergrund die Silhouette des Lyngsberg sehen - so wie auch ich sie noch in Erinnerung habe.

Heute ist das Plateau des Berges zugewachsen. Was in meiner Jugend noch von vielen "Päddchen" durchzogen war, ist heute undurchdringliches Gestrüpp.
..wird fortgesetzt..